2 Wohnheime für je 24 Bewohner Lage Stapelage 2001/2004

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Die gemeinnützige Stiftung Eben-Ezer beauftragte zunächst einen Neubau und
anschließend den Umbau eines Wohnheims für insgesamt 48 Bewohner.
Der im ersten Bauabschnitt fertig gestellte Neubau bietet auf seinen 2 Etagen Raum für insgesamt 4 Wohngruppen zu je 6 Bewohnern mit zum Teil schweren Behinderungen. Die beiden rechtwinklig zueinander angeordneten Gebäudeteile werden durch den Erschließungs- und Aufenthaltsbereich miteinander verbunden. Hier hat jede Wohngruppe einen eigenen Außenbereich. Die Hanglage des Gebäudeensembles ermöglicht es, unter dem aufgeständerten Gebäudeteil zusätzlich einen großzügigen Gemeinschaftsraum zu schaffen. Neben der internen Nutzung besteht auch die Möglichkeit, den Gemeinschaftsbereich für größere externe Veranstaltungen zu vermieten. Nach Fertigstellung des Neubaus wurde im zweiten Bauabschnitt die Sanierung und Umstrukturierung des bestehenden Wohnheimes in Angriff genommen. In dem Altbau waren langjährige Bewohner in Ein- und Mehrbettzimmern untergebracht, die ihren Alltag weitgehend selbständig bewältigen konnten. Insbesondere die Unterbringung in Mehrbettzimmern mit gemeinsschaftlich genutzten Sanitärräumen war nicht mehr zeitgemäß. Die Umbauarbeiten fanden im bewohnten
Objekt statt, so dass sie abschnittsweise mit sorgfältig ausgeführten Staubschutzmaßnahmen
durchgeführt werden mussten. Durch Zusammenlegung, Erweiterung und Umstrukturierung von Räumen, Einbau neuer Bäder, Treppenhäuser und Flure entstand eine Mischung aus Wohngruppen, Einzelappartements und Einzelzimmern mit jeweils eigenem Bad, welche die unterschiedlichen Bedürfnisse der Bewohner berücksichtigen. Durch Austausch der Fenster, Neueindeckung und Dämmung
des Daches, Anbringen einer Außendämmung (Wärmedämm-Verbundsystem / WDVS) sowie die Installation einer Solarthermie-Anlage konnte der Gebäudeenergiestandard erheblich verbessert werden.
Abschließend wurde ein Konzept für den Außenraum entwickelt und umgesetzt, in das beide Gebäude eingebettet sind und welches den Bewohnern großzügigen Raum für die eigene kreative Entfaltung und Freizeitgestaltung bietet. <In Zusammenarbeit mit Wilfried Funke>