Modernisierung Fachwerkhaus mit hochwertiger Ausstattung, Detmold-Heiligenkirchen

  • Foto 72
  • Foto 65 Foto 66 Foto 67 Foto 68 Foto 69 Foto 70 Foto 71

Zum Zeitpunkt der Übernahme dieses Projekts war die Sanierung des Fachwerkes weitgehend abgeschlossen, mit dem Innenausbau war gerade begonnen worden. In Planung und Ausführung wurden erhebliche Mängel und Fehler festgestellt. Nach bereits über zweijähriger Bauzeit sollte nun eine kompetente Planung und Bauleitung erfolgen. Der hochwertige Innenausbau erforderte aufwändige Detailplanungen und sensiblen Umgang mit der historischen Bausubstanz.
Die bereits beauftragten Handwerksfirmen hatten keine Leistungsverzeichnisse. Eine Koordination der Gewerke durch die bisherige Bauleitung war nicht erfolgt. Roh- und Aufbauhöhen waren nicht festgelegt, ein verbindlicher Meterriss fehlte. Trotzdem lagen Treppe und Galerie schon fertig in der Schlosserwerkstatt und die Sohlplatte war bereits betoniert. Nach über zweijähriger Bauzeit war es nun endlich Zeit für eine kompetente Planung und Baubetreuung.
Zunächst musste –nach sorgfältigem Aufmaß und Überprüfung der bereits geschaffenen Tatsachen– eine Planung der Fußbodenaufbauten erfolgen. Für die Deele im Erdgeschoss waren eine Fußbodenheizung und großformatige rustikale Fliesen gewünscht. Mit herkömmlichen Fußbodenaufbauten wäre dies nicht mehr möglich gewesen, weil die erforderliche Wärmedämmung keinen Platz gehabt hätte.
Die Lösung war ein Gußasphalt-Estrich mit integrierten Heizleitungen auf Wärmeleitblechen und nur 40 mm (statt üblicherweise 60 mm) Gesamtdicke. Als Wärmedämmung wurden hitzefeste Dämmstoffplatten aus Polyurethan mit extrem niedriger Wärmeleitfähigkeit eingesetzt. So konnte die Dicke der Dämmebene von 100 auf 60 mm reduziert werden.
Der Kopfstein des Torbogens hatte sich gelockert, es bestand Einsturzgefahr und musste für die Bauzeit gesichert werden. Anschließend wurde eine Schablone des deformierten Sandstein-Bogens angefertigt, anhand derer er –nun unsichtbar durch einen Stahlträger verstärkt– wieder hergestellt werden konnte.
Der hochwertige Innenausbau erforderte aufwändige Detailplanungen und sensiblen Umgang mit der historischen Bausubstanz. Für Geländer, Bäder, Fußböden, Elektroinstallation und Ausstattung wurden diverse Spezialanfertigungen entworfen.
Für das Bad mit WC, großzügigem Duschbereich und Holzdielenboden wurde eine individuelle Doppel-Waschtisch-Anlage mit filigranen, drehbaren Spiegeln und geräumigem Unterschrank entworfen. Bei der Realisierung dieser Sonderanfertigung waren 8 Firmen zu koordinieren.
Ein Highlight ist die neue Badestube zwischen Schafzimmer und Bad mit der frei aufgestellten historischen Emaille-Badewanne.
Durch kreative Ideen und kompetente Baubetreuung konnte dieses alte, charmante Gebäude in ein echtes Schmuckstück verwandelt werden.